Silvesterpredigt von Bischof Bode

In Zukunft noch mehr wandernde Völker

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat dazu aufgerufen, den Flüchtlingen mit Offenheit zu begegnen. Es brauche Vertrauen, Mut und Entschlossenheit, um die Integration und Beheimatung der Flüchtlinge zu stärken, sagte Bode in seiner Silvesterpredigt im Osnabrücker Dom.

Das Miteinander der Kulturen, Religionen, Lebensstile und Mentalitäten sei „ganz neu herausgefordert“, betonte Bode. „Ich möchte dazu ermutigen, sich auf die neue Vielfalt, die uns begegnet, einzulassen“, sagte er. Gleichzeitig gelte es, wachsam zu sein, Vorurteile und Radikalismus zu überwinden und jeder Form von Hass und Gewalt entgegenzutreten. „Krisen und Kriege, Gewalt und Terror, Not und klimatische Veränderungen bringen die Welt in eine Bewegung von ungeheurem Ausmaß“, sagte Bode. Die Zukunft werde geprägt sein von der Wanderung der Menschen und Völker, die auf der Flucht sind und nach neuen Lebensmöglichkeiten suchen.

In Zusammenhang mit dem vom Papst ausgerufenen „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ rief Bode dazu auf, Barmherzigkeit nicht nur in einzelnen Handlungen, sondern als christliche Grundhaltung im Alltag zu leben: „Es wäre ein Ausdruck der Barmherzigkeit, diese Welt und alle Menschen mit dem Blick Gottes, des Schöpfers, anzuschauen.“ Es dürfe nicht sein, dass die Welt immer mehr der Beschleunigung, der Ökonomisierung, der Ausbeutung und den von Menschen verursachten klimatischen Katastrophen zum Opfer falle.

(bpo/kb)

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