01.03.2017

Misereor-Gast aus Burkina Faso im Bistum Osnabrück

Neugierig auf deutsche Landwirtschaft

Djibriollou Koura aus Burkina Faso möchte in Deutschland vom Erfindergeist der Bauern in seiner Heimat erzählen. Und er interessiert sich dafür, welche Sorgen Landwirte hierzulande haben.

 

Djibriollou Koura aus Burkina Faso ist am 18. März in Papenburg und
am 19. März in Steinbild zu Besuch. Foto: Misereor/Kopp

Afrika gilt vielen Menschen als Kontinent von Katastrophen und Korruption oder als zukünftige Boomregion der Welt: Das Bild, das sich viele Deutsche von ihrem südlichen Nachbarkontinent machen, hat mit der Wirklichkeit der Menschen dort aber oft wenig zu tun. Davon erzählen, wie es wirklich ist, will Djibriollou Koura aus Burkina Faso, den das bischöfliche Hilfswerk Misereor ins Bistum Osnabrück eingeladen hat.

Einen neuen Blick auf Afrika werfen – das will die diesjährige Misereor-Fastenaktion. Unter dem Motto „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen“ werden Projekte aus dem westafrikanischen Burkina Faso vorgestellt, in denen Menschen mit ihren neuen Ideen die Lebensbedingungen vor Ort verändern. Djibrillou Koura ist einer von ihnen. Im Projekt Diobass, einer Partnerorganisation von Misereor, berät er Bauern in der Region nordwestlich der Hauptstadt Ouagadougou. Ackerbau und Viehhaltung bilden dort die Lebensgrundlage der Menschen.

Tierkrankheiten wie die Pockenseuche, eine Hautkrankheit, die Rinder befällt, stellen für die meist sehr kleinen Betriebe eine ernsthafte Bedrohung dar. Statt auf staatliche Hilfe zu warten oder aufzugeben, haben die Bauern in jahrelanger eigener Forschung ein wirksames Medikament gegen die Krankheit entwickelt. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie die Kenntnisse und das praktische Know-how der Menschen auf dem Land zur Entwicklung ländlicher Gemeinden in Burkina Faso beitragen. „Wir brauchen Entwicklung im ländlichen Raum“, sagt Koura. „Wir sind ein Sahel-Staat, der kaum Mittel hat.“

Diobass unterstützt die Entdeckungen, die sogar von der staatlichen Agrarforschungsanstalt von Burkina Faso zertifiziert sind. Über den Erfindergeist der Bäuerinnen und Bauern und die Bedeutung von Landwirtschaft in seiner Heimat Burkina Faso möchte Djibrillou Koura auch während seines Besuchs in Deutschland sprechen. Und er möchte etwas von den Menschen hierzulande erfahren. (kb)

Zu Gast ist er am Samstag, 18. März, in Papenburg (St. Josef), wo er um 18 Uhr im Vorabendgottesdienst vertreten ist; anschließend besteht die Möglichkeit, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Am Sonntag, 19. März, gibt er im Gottesdienst in der St.-Georg-Kirche von Steinbild um 10.30 Uhr einen Impuls. Anschließend nimmt er am Misereor-Fastenmarsch des Dekanats Emsland-Nord teil.